Stellungnahme zu Vorfällen letzter Nacht

Das Plenum hat folgenden Konsens gefunden:

Wir begrüßen Aktionen, die auf alle Problemfelder des universitären Lebens aufmerksam machen. Sachbeschädigungen dürfen nicht Teil von Aktionen sein, die aus dem Besetzungsplenum hervorgehen.

Hintergrund ist, dass letzte Nacht der Feueralarm ausgelöst wurde und zwei Überwachungskameras beschädigt wurden.
Von der grundlosen Auslösung des Feueralarms distanziert sich das Plenum natürlich.


37 Antworten auf „Stellungnahme zu Vorfällen letzter Nacht“


  1. 1 student 20. November 2009 um 18:13 Uhr

    ihr habt doch alle nen knall, ganz ehrlich

  2. 2 C 20. November 2009 um 18:35 Uhr

    du besonders.

  3. 3 henrik 20. November 2009 um 18:41 Uhr

    @student: Diese Stellungnahme wurde im Konsens – d.h. ohne Gegenstimmen – im Plenum entschieden. Jede(r) kann zum Plenum kommen und hat hier Antrags-, Rede- und Abstimmungsrecht (du auch!).

  4. 4 OMFG 20. November 2009 um 18:45 Uhr

    cool, 10€ wette gewonnen… wusste doch, dass es nur pfosten sein können…. versucht mal da anzusetzen wos eventuell die richtigen trifft… landtag oder so…. xD

  5. 5 OMFG 20. November 2009 um 18:46 Uhr

    hmm moderiert sind die kommentare vor der veröffentlichung nun auch schon…. mal sehen ob dies durch kommt

  6. 6 OMFG 20. November 2009 um 18:49 Uhr

    ok schnell seit ihr mit dem moderieren das muss ich euch lassen^^

  7. 7 henrik 20. November 2009 um 18:53 Uhr

    @OMFG: Wie schon angedeutet: Wir sind hier offen, machen keine Zensur; die Moderation ist nur Spamschutz. Längere Diskussionen führt aber bitte im Forum.
    Und sonst kannst du gerne zum Plenum kommen.

  8. 8 Leser 20. November 2009 um 19:09 Uhr

    „die aus dem Besetzungsplenum herborgehen.“

    Tippfehler:

    „die aus dem Besetzungsplenum herVorgehen.“

  9. 9 Emma Grünschnabel 20. November 2009 um 19:49 Uhr

    Zuersteinmal gab es auf jeden fall auch gegenstimmen zu der stellungnahme, bzw. kritische äußerungen. es haben auch menschen nach dem angeblichen konsens den raum und somit die besetzung verlassen.

    vielleicht sollten sich die besetzerinnen mal klar darüber werden, dass alleine der akt des besetzens eine straftat ist und dementsprechend geahndet werden kann. nun ja, und wie lässt sich wohl besser nachweisen, wer diese proteste unterstützt hat als durch die auswertung von videomaterial? zumindest sollte doch an dieser stelle deutlich werden, dass es sich bei einer der aktionen gestern nacht NICHT um eine volltrunkene oder willkürliche sachbeschädigung gehandelt haben mag, sondern ebenso die besetzenden schützt.

    es wäre vielleicht eine gute idee den „ak verhör“ aus hildesheim zu diesem thema einzuladen und sich mal über videoüberwachung aufklären zu lassen. denn entgegen der meinung ist dieses thema eng verbunden mit den dortigen aktivitäten.

  10. 10 Joscha 20. November 2009 um 20:39 Uhr

    Das ist doch Unsinn. Als gäbe es keine andere Möglichkeiten eine Kamera unschädlich zu machen als sie zu beschädigen. Es ist schlicht und einfach Sachbeschädigung – und keine glorreiche, revolutionäre Aktion zur Wahrung der Menschenrechte.

  11. 11 Fitzi 20. November 2009 um 20:58 Uhr

    Ich muss Emma rechtgeben. Ein weiterer Beweis der Achtlosigkeit und Leichtgläubigkeit der Studierenden der Besetzung zeigt sich doch in ihrem Livestream wenn sich die Ordnungshüter zu dem Thema „Räumung“ einfach locker bei einem Tässchen Kaffee Notizen machen können.

    Ich denke allerdings, dass vielleicht einige nach einer direkten Konfrontation mit dem Gesetzt zukünftig auch vorsichtiger werden und eventuell mehr Verständnis aufbringen können.

    An dieser Stelle sei noch vermerkt, dass nicht die Stellungnahme an sich das Problem darstellt, sondern die Unsicherheit, die sich durch massiv beklatschte BefürworterInnen von Repressionen ergeben hat.

    Trotz allem noch viel Glück…

  12. 12 LOL 20. November 2009 um 21:06 Uhr

    xD wie kannst du ihnensowas an den kopf werfen ?
    du zerstörst noch ihr weltbild, dass wenn man polizisten mit steinen beschmeist und die sich wehren du polizisten im unrecht sind

  13. 13 Beobachter 20. November 2009 um 21:08 Uhr

    @ Joscha: Habe die letzten Tage gesehen, dass immer mal wieder versucht wurde, die Kameras mit Tüten abzudecken. Aber die waren recht schnell wieder verschwunden. Es geht doch bestimmt auch nicht darum die Tat zu glorifizieren. Aber kriminalisert das das Thema doch bitte nicht so übertrieben.

  14. 14 C 20. November 2009 um 21:09 Uhr

    Kamaraüberwachung hat an einer Universität rein gar nichts zu suchen und ist Ausdruck eben jenes reaktionären Systems das wir bekämpfen.

  15. 15 Mrs. C 20. November 2009 um 21:11 Uhr

    Der Vorwurf der Sachbeschädigung ist doch falsch. Das abstreahiert doch vollkommen vom Inhalt der Aktion und verschiebt das auf eine ganz andere Ebene.
    Die Frage ist doch will ich gefilmt werden? Stört es mich nicht unbeobachtet durch die Uni gehen zu lönnen?
    Meine Antwort dazu ist ja, das stört mich. Und das btw auch wenn ich überhaupt nichts „Böses“ tue und einfach nur studieren will.
    Weil mich das stört mache ich was dagegen, die Kamera kaputt, oder das Kabel ab oder sprüh die Linse zu, es gibt so viele Möglichkeiten. Dann hab ich den Zweck erfüllt und kann wieder ungestört studieren gehen. Ich sehe dein Problem auch gar nicht die kaputt zu machen (mal abgesehen davon, dass einfach hinten die Kabel abgeschnitten wurde und sie nicht in 1000 Teile zerschlagen wurde) denn gegen das unschädlich machen scheints du prinzipiell ja erstmal nichts zu haben. Ist doch egal ob der Staat dies oder das als Straftat diffamiert. Damit ist halt wirklich gar nichts gesagt.

  16. 16 Meine Güte 20. November 2009 um 21:20 Uhr

    Dies ist ein Minimalkonsens. Es gibt natürlich im Plenum genug kritische Stimmen in die eine oder in die Richtung aber dies war die grundsätzlichste Position, auf die man sich einigen konnte. Wir sind nun mal ein Plenum – da hat niemand das Recht, zu entscheiden, welche Position die richtige ist. Ich war gestern Nacht da und unabhängig davon, was meine Meinung zu dem Vorfall ist, muss ich damit klarkommen, dass es in so einer großen Gruppe immer unterschiedliche Meinungen gibt und man nicht für die Gruppe sprechen kann.

    @OMFG
    Inwiefern sollte man denn am Landtag ansetzen und so etwas bewirken? Was für eine Aktion stellst du dir denn vor, die mehr Druck ausüben?
    Dann arbeite eine solche Idee doch aus und trag sie vor.

    @Emma
    Ich persönlich erinner mich gerade nur an zwei Menschen, die während der Diskussion um die Frage des Konsens den Raum verlassen haben.
    Und ich finde auch, dass das gestern Nacht sehr wohl den Eindruck einer betrunkenen Aktion gemacht hat. Das Thema Kameras hätte ins Plenum getragen werden sollen, um dort zu schauen, welche Lösungen man finden kann – insbesondere unter dem Aspekt der Illegalität dieser Kameras. Einzeltaten ohne Rücksprache mit den anderen, insbesondere, wenn sie solch weitreichende Folgen haben, finde ich unmöglich in einem solchen Zusammenschluss der auf der Unterstützung und Arbeit alles beruht – da bedeutet Respekt und gegenseitige Anerkennung in der Gruppe auch, dass man trotz der Heterogenität der Gruppe nicht einfach blind seinen Willen durch eine solche Aktion durchsetzt und andere Besetzende bevormundet.

  17. 17 Jens 20. November 2009 um 22:12 Uhr

    Irgendwie finde ich euch sehr befremdlich. Da werden Kameras „beschädigt“, in den Straßenverkehr eingegriffen… Das ist sicherlich der Grund, warum so viele nicht „bei euch“ mitmachen wollen.
    Unverschämt allen gegenüber, die nicht bei euch mitmachen wollen und durch eure Blockade nur bedingt an denen im AudiMax geplanten Vorlesungen teilnehmen können.
    Ihr solltet akzeptieren lernen, das nicht jeder eure Einstellung teilen kann und will und an den Vorlesungen teilnehmen möchte, die ihr massiv behindert.

  18. 18 henrik 20. November 2009 um 22:22 Uhr

    Wollt ihr die Diskussion nicht lieber im Forum führen?

  19. 19 Joscha 20. November 2009 um 22:46 Uhr

    Nein. Das ist doch arrogant. Wie kann man so von seiner politischen Meinung überzeugt sein. Wie bereits erwähnt wurde: wenn man ein Problem mit etwas hat, sollte man das ins Plenum tragen. Aber auf eigene Faust sowas zu machen ist einfach nur kontraproduktiv. Ich kann doch nicht machen was ich will, nur weil es meine politische Ansicht ist.

  20. 20 Sigmund 20. November 2009 um 22:53 Uhr

    Danke Jens!

  21. 21 Horst 20. November 2009 um 23:14 Uhr

    „Ich kann doch nicht machen was ich will, nur weil es meine politische Ansicht ist.“

    hmm – ich befürworte die besetzung, aber nichts anderes ist es doch; nur dass es mehrere „ichs“ sind, die von einer repräsentativität ausgehen ;)

  22. 22 Kuanor 20. November 2009 um 23:30 Uhr

    Da wohl immer noch Diskussionsbedarf besteht, habe ich einen Thread dazu eröffnet:

    http://11421.goodboard.de/viewtopic.php?p=1647837

    Bitte alles weitere DORT rein!

  23. 23 omfg 21. November 2009 um 0:21 Uhr

    @Kuanor
    keine lust auf forum
    @Meine Güte
    generell denke ich,d ass es nen besseren weg gäbe als irgendwas zu besetzten… aber einige eurer forderungen sindjawohl bildungspolitische probleme udn wer macht die bildungspolitik?… leider nicht zentral die bundesregierung, sondern die landesregierungen. das mit dem landtag war keine aufforderung dass ihr da hin geht, sondern, dass ihr besser dahin gehen sollt, weil ihr damit die richtigen nervt und nicht z.b. die maschbau studenten, aber eine uni ist wohl das einfachere ziel :-P
    ausserdem würdet ihr damit wohl mehr aufmerksamkeit erreichen alseuch irgendwo in ne uni zu hocken wo ihr nur ein paar maschbau studenten auf den sack geht

  24. 24 Mrs. C 21. November 2009 um 13:15 Uhr

    @Joscha
    >>Wie kann man so von seiner politischen Meinung überzeugt sein.

    Na, inem man sich mit ihr und den Argumenten für und gegen sie auseinandergesetzt hat und zum Schluß gekommen ist, das sie richtig ist. Ziemlich einfach.

    Ansonsten gilt jetzt natürlich was das Plenum beschloßen hat. Aber damit ist die Diskussion ja noch nicht beendet. Nur weil eine Mehrheit der Meinung ist heißt es ja noch lange nicht, dass die Argumente der Mehrheit auch richtig sind und nur weil der Staat dieses oder jenes verbietet heißt das auch noch lange nicht, dass das falsch ist.

    @OMFG
    Der Protest richtet sich doch (und richtete) sich doch an die verantwortlichen der Landesregierungen. Das wurde auf vergangenen Demos doch immer wieder in Redebeiträgen gesagt, durch das symbolische Durchbrechen der Sperrzone um den Landtag klar gemacht etc.
    Übrigens ist es durchaus richtig die Stundent_innen zu nerven, die tragen schließlich die Schädigungen davon, die haben unter dem Bachelor zu leiden, dass denen das nicht klar ist, bzw. sie ihre Bildung zum späteren Zurechtkommen über den Protest gegen diese Zustände stellen ist glaub ich allen bewusst. Dass der Umgang der Besetzer_innen damit nicht unbedingt perfekt ist sehe ich auch so. Nur das muss man aushandeln. Und das geht nicht von heute auf morgen.Ich finde auch viele der Inhalte da fragwürdig oder falsch, oder halt einfach nicht weiterbringend, die Frage wozu Bildung im kapitalistischen System gut ist wird ja zum Beispiel gar nicht gestellt. Wen es interessiert kann ich diese Broschüre von GegenArgumente München sehr ans Herz legen: http://www.gegenargumente.de/contents/brosch/brosch_09_ausbildung.pdf

  25. 25 Mrs. C 21. November 2009 um 13:16 Uhr

    @Kuanor
    Ich kann diesen Forumszwang nicht nachvollziehen. hier lässt es sich genauso gut diskutieren.

  26. 26 omfg 21. November 2009 um 13:23 Uhr

    @ Mrs. C
    „Übrigens ist es durchaus richtig die Stundent_innen zu nerven, die tragen schließlich die Schädigungen davon, die haben unter dem Bachelor zu leiden“

    also schädigt man sie weiter ?

    Das mit dem Forum sehe ich genau so… da müsste ich wohlmöglich noch ne richtige emailadresse angeben zum registrieren und nicht den müll den ich hier eingetragen habe

  27. 27 Kuanor 21. November 2009 um 13:55 Uhr

    Das Problem mit dem Forum haben die meisten Sites mit Kommentarfunktion und angeschlossenem Forum: Faktisch ergeben sich dadurch 2 Foren, die sich auseinander leben.
    Wenn ihr nicht wollt, ist es schade, aber dann wollt ihr eben nicht.

    Ansonsten, Bildung im kapitalistischen System? Wir wollen erstmal die Bildung an der Uni verbessern, die Weltrevolution gibt es ein anderes Mal. ;)
    Der Kommentar (wo anders), was die Abschaffung der Überwachungskameras mit der Verbesserung der Bildung zu tun hat, ist auch berechtigt. Wir machen das immerhin für alle und fast allen sind diese Kameras weitgehend egal.

  28. 28 Mrs. C 21. November 2009 um 14:26 Uhr

    Es geht doch gerade darum, dass man die Shcädigungen abschafft, nur muss man den Student_innen doch auch erstmal klarmachen wodurch sie geschädigt werden. Wenn das alle wissen würden wäre der Streik in der Form obsolet, bzw. die Auseinandersetzung innerhalb der Studierendenschaft. Nur gilt es doch denen mal klarzumachen was die wirkliche Schädigung ist, das ist eben nicht die Besetzung des Audimax, sondern das Studium oder daran anschließend dann eben die Lohnarbeit, die sie ausbeutet. Ich würde sagen, dass gerade die Vermittlung ein großes Problem der Besetzung ist, weil sie eigentlich nicht stattfindet, das war schon im Schneiderberg so und ist jetzt nicht anders. Mehr Diskussion als „Kommt zum Plenum“ findet ja überhaupt nicht statt (zumindest ist mir kein anderes Beispiel bekannt).

  29. 29 abc 21. November 2009 um 14:32 Uhr

    @Mrs. C zu fragwürdigen und falschen Forderungen:

    Kommen diese Forderungen nicht auch deshalb in dieser Form zu Stande, dass mancheR denkt, dadurch die bessere „deutsche Bildungspolitik“ zu vertreten? So im Sinne, „Bildung ist unser wichtigstes Kapital“.

    Ich denke aber auch, dass möglicherweise dem einen oder der anderen der Widerspruch im herrschenden System an fragwürdigen Forderungen auffallen könnte.

    Z.B. ist die Forderung nach der Abschaffung des NCs für das Masterstudium eine solche an sich „sinnlose“, wird hier doch erstmal nur eine bessere persönliche Ausgangssituation in der Konkurrenz gefordert.

    Da ist dann der Punkt, wo es im Kopf Klick machen könnte: Wenn die Einsicht kommt, dass der persönliche, wenn vielleicht auch recht unreflektierte, Wunsch nach einem besseren Leben z.B. durch einen besser bezahlten Job mit den Anforderungen kollidiert, die tatsächlich an die deutsche Bildungspolitik gestellt werden.

    Ein höherer Ausstoss von Bachelor-AbsolventInnen ist nämlich bestimmt nicht schlecht für Deutschland, kann doch die Wirtschaft durch die einhergehende Senkung des Lohnniveaus besser international konkurrieren.

    Gleich keine fragwürdigen oder falschen Forderungen aufzustellen, wäre aber sicherlich besser.

  30. 30 abc 21. November 2009 um 16:34 Uhr

    @Kuanor

    OK, dann gib doch mal einen Grund an, warum überhaupt die Bildung an der Uni verbessert werden sollte!

    Klar, da gibt’s einige Punkte, die das Leben nicht einfacher machen. Aber die sind doch nicht von bösen Menschen in Hinterzimmern erdacht worden, um arme Studierende besonders zu quälen. Oder auch nicht von PolitikerInnen, die sich leider nicht genügend Gedanken gemacht hätten.

    Sondern sie ergeben sich aus den Notwendigkeiten, die vom Markt geschaffen werden.

  31. 31 henrik 21. November 2009 um 18:15 Uhr

    Eine Oldenburgerin berichtete uns übrigens, dass bei ihnen die Junge Union (Jugenorganisation der CDU) den Feueralarm ausgelöst habe, der dann zur Räumung geführt hat.

  32. 32 Kuanor 21. November 2009 um 20:34 Uhr

    @ abc: Jetzt wird es philosophisch. Nein, natürlich kann ich dir das nicht sagen, genau so wenig, wie ich dir den Sinn des Lebens nennen kann, so lange du mir nicht das Konstrukt, in dem wir denken, genau definierst.
    Aber es gibt Punkte, die nun mal alle Studierenden betreffen, einfach weil sie solche sind (Studiengebühren, Bachelor,…), und andere sind wiederum ideologisch und gehören bei einer solchen Aktion zur verbesserung des Studiums in die zweite Reihe.

  33. 33 abc 21. November 2009 um 21:38 Uhr

    @Kuanor

    Es sollte auch nicht um den Sinn des Lebens, sondern um die konkreten Bedingungen gehen, unter denen Bildung stattfindet.

    Und diese Bedingungen sind Staat und Markt.

    Einer Ideologie folgen übrigens diejenigen, die jetzt meinen, bessere Konzepte für eine Bildung liefern zu können. Und dabei einem Idealismus folgen, der die Bedingungen von Staat und Mark nicht bedenkt, diese im Zweifel sogar noch für sinnvoll hält.

    Also noch mal auf den Punkt gebracht: Bildung erfüllt in der Gesellschaft einen praktischen Zweck. Was nötig ist, um diesen Zweck zu erfüllen, wird von Staat und Markt bereitgestellt. Mehr gibt’s aber nicht, weil es schlicht Verschwendung wäre.

    Zu Deinen Beispielen Studiengebühren und Bachelor: Das sind Punkte, die viele Menschen richtig nerven. Und dann auch dazu führen, sich dem Streik anzuschließen.

    Viele gehen dann aber so in ihrem Bildungsidealismus auf, dass sie sich die Frage gar nicht mehr stellen, ob die aktuellen Zustände für Deutschland und seine Wirtschaft nicht viel praktischer sind, als Studiengebühren wieder abzuschaffen usw.

    Vielleicht stehen junge Menschen durch einen höheren Druck im Studium einfach früher dem Arbeitsmarkt zu Verfügung, vielleicht haben Bachelor-AbsolventInnen für Unternehmen den Vorteil, geringere Lohnkosten zu erzeugen.

    Das gilt es doch einmal zu hinterfragen.

  34. 34 Kuanor 22. November 2009 um 0:01 Uhr

    Selbstverständlich gibt es bei jeder Bewegung Mitläufer, die sich von einfachen fertigen Argumenten überzeugen lassen und nicht weiter darüber nachdenken. Viele haben aber eben sehr wohl darüber nachgedacht, bevor sie zu ihrer jeweiligen Überzeugung gekommen sind.

    Davon unabhängig: Meines Wissens nach wird vom Staat nicht angezweifelt, dass Bildung eben nicht bloß den Zwecken der Wirtschaft oder allgemein der Anwendbarkeit (mit Staat meinst du sowas, wie Grundlagenforschung, richtig?) dienen soll. Irre ich mich? Du scheinst da andere Informationen zu haben.

  35. 35 tunze 22. November 2009 um 9:58 Uhr

    @ abc

    „Es sollte auch nicht um den Sinn des Lebens, sondern um die konkreten Bedingungen gehen, unter denen Bildung stattfindet.

    Und diese Bedingungen sind Staat und Markt.“

    Ist die apodiktische Grundlage deines Lebens nicht Gott (bzw. dessen Hand ;) , denn Gott ist der Allmächtige, Allwissende, dessen Gnade uns in seinem Wort zu teil wird…?!?!??

    Weißt du, Staat und Markt – wie alles Soziale, Politische, Gesellschaftliche… – sind keine transzendentalen, an sich bestehenden Entitäten, weshalb das Beharren auf die notwendigen Anforderungen von Staat und Markt nur eine andere Form von Gottesgläubigkeit darstellt, die mit dem Argument unausweichlicher Natürlichkeit eine bestimmte gesellschaftliche Hegemonie sichert. Oder anders formuliert: du betreibst an dieser Stelle lediglich „reine“ Metaphysik.

  36. 36 abc 22. November 2009 um 10:20 Uhr

    Für Infos mal auf den Link von Mrs.C weiter oben klicken.

    Ansonsten wird der Widerspruch auch so schnell deutlich, wenn Du nämlich die Antworten auf die folgenden Fragen nicht mehr unter einen Hut bekommst:

    Warum ist das Bildungssystem so eingerichtet wie es ist?

    Warum bereitet mir das Bildungssystem persönlich solche Probleme?

    Und ich will auch kein vermeintliches Mitläufertum brandmarken. Ich find’s gut, wenn sich möglichst viele Studierende beteiligen.

    Nur könnte es für einige frustrierend enden, wenn sie sich mit ihren Forderungen wie ein Hamster in ein Laufrad stellen, und in Wirklichkeit keinen Schritt voran kommen.

  37. 37 abc 22. November 2009 um 11:15 Uhr

    @tunze

    Keine Ahnung, worauf Du mit transzendentalen Entitäten und unausweichlicher Natürlichkeit hinauswillst.

    Die Zustand der Gesellschaft ist von Menschen geschaffen, da braucht es keinen Guru, um metaphysisches zu erklären.

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